Gönneranlage.
Gönneranlage
Gönneranlage
Ein Garten voller Liebe, Duft und Poesie

Gönneranlage Baden-Baden

Manche Geschenke sind zeitlos. Über 11.000 Rosenstöcke in poetischen Sorten wie Charisma, Roseromantic oder Rhapsody in Blue blühen jedes Jahr aufs Neue in der Gönneranlage - einem Rosengarten, der Anfang des 20. Jahrhunderts als Liebesbeweis entstand. Wer durch das schmiedeeiserne Tor unter den steinernen Hirschen tritt, taucht ein in eine Welt der Farben, Düfte und Geschichten. Zwischen kunstvoll geschnittenen Hecken, romantischen Skulpturen und dem Josefinenbrunnen lädt die denkmalgeschützte Gartenanlage zum Verweilen, Träumen und Innehalten ein.

Besucherinformationen auf einen Blick 

Täglich spätestens um 9:00 Uhr bis zum Einbruch der Dämmerung.

Aus Gründen der Pflegeerfordernis oder für Sonderveranstaltungen kann der Garten teilweise oder vollständig auch während der angegebenen Öffnungszeiten gesperrt sein.

Der Eintritt ist frei.

Direkt an der Lichtentaler Allee und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.
Adresse: Ludwig-Wilhelm-Straße, 76530 Baden-Baden. 

Der Rosengarten Gönneranlage ist in Teilbereichen, aufgrund der denkmalgeschützten Treppenanlagen nur bedingt barrierefrei.

  • Nehmt aufeinander Rücksicht und verhaltet Euch so, dass keine anderen Besucher belästigt oder gefährdet werden.
  • Den Aufforderungen des Aufsichtspersonals ist Folge zu leisten.
  • Hunde sind leider nicht erlaubt.
  • Unterlasst das Befahren der Gönneranlage mit Fahrzeugen aller Art, Fahrrädern, Inline-Skatern oder Skateboards.
  • Bitte schont unsere Pflanzenbestände und nehmt keine Pflanzen oder Pflanzenteile mit oder beschädigt sie.
  • Bitte die Sitzmöbel, Tische und Schirme in den jeweiligen Bereichen belassen.
  • Das individuelle Abspielen lauter Musik, Durchführen von Feiern, Picknickveranstaltungen, Trinkrunden und private Feste sowie das Mitbringen von Möblierungen oder Grilleinrichtungen ist nicht zulässig.
  • Jegliche kommerzielle Veranstaltungen und Aktionen wie auch Handel, Werbe-, Vereins- oder Verteilaktionen sind ohne ausdrückliche Genehmigung des Gartenamts untersagt.
  • Für gewerbliche Fotografie ist eine Sondergenehmigung des Gartenamts einzuholen.

Dieses Jahr finden keine Führungen und Events mehr statt.

Die Führungen und Events für das Jahr 2026 werden im Frühjahr 2026 bekannt gegeben.

Baden-Baden ist seit 1972 offizielle Rosenstadt in der Deutschen Rosengesellschaft e.V.. Unter dem Dach der Deutschen Rosengesellschaft sind Städte und Dörfer zusammengeschlossen, in denen die Rose eine besondere Bedeutung hat, wie beispielsweise Nöggenschwiel im Schwarzwald und Assinghausen im Sauerland oder die Rosenstädte Zweibrücken, Eltville, Dortmund, Sangerhausen und Forst in der Lausitz. Baden-Baden ist stolz, seit über 50 Jahren das Prädikat „Rosenstadt in der Deutschen Rosengesellschaft“ tragen zu dürfen.

Logo Deutsche Rosengesellschaft
03.10.2025 - 08.02.2026

Kunst trifft Garten

Wer im Herbst durch die Gönneranlage schlendert, erlebt nicht nur die letzten duftenden Blüten der Saison, sondern auch ein Stück lebendiger Gartenkunstgeschichte. Parallel zur Ausstellung Impressionismus in Deutschland im Museum Frieder Burda lohnt sich ein Abstecher zu einem echten Gartenjuwel der Epoche: dem Rosengarten der Gönneranlage.

Max Liebermann, Die Blumenterrasse im Wannseegarten nach Süden, 1921, Öl auf Leinwand, 48,5 × 70,5 cm, Privatsammlung
Max Liebermann, Die Blumenterrasse im Wannseegarten nach Süden, 1921, Öl auf Leinwand, 48,5 × 70,5 cm, Privatsammlung

Ausstellung Museum Frieder Burda

Max Liebermann und seine Zeit

Der Impressionist Max Liebermann machte seinen Garten am Wannsee zu einem zentralen Motiv seiner Malerei - streng komponierte Beete, Heckenräume, Blütenfülle in Licht und Farbe. Ganz ähnlich dachte auch der Gartenarchitekt Max Laeuger, als er 1909 die Gönneranlage in Baden-Baden schuf: 
Ein öffentlich zugänglicher Rosengarten, geprägt von Struktur, Kunstsinn und emotionaler Tiefe.

Kunstausstellung 03.10.2025 - 08.02.2026

 

Zur Ausstellung
Besondere Rosen entdecken

Die Stars der Gönneranlage

Über 11.000 Rosenstöcke in rund 300 Sorten machen die Gönneranlage zu einem der schönsten Rosengärten Europas. Doch einige von ihnen stechen besonders heraus – durch ihren Duft, ihre Farbe, ihre Geschichte oder einfach durch ihren Namen.

Hier stellen wir Euch eine Auswahl unserer besonderen Rosen vor:

Balou / Noack / Silbermedaille 2013

Balou

Floribundarose / Noack / Beet-Nr. 109, 240

Silbermedaille 2013

Schöne vom See / Kordes / Goldene Rose 2012

Schöne vom See

Floribundarose / W. Kordes´ Söhne / Beet-Nr. 147

Goldene Rose 2012

Goldmedaille Teehybriden 2021 RT 16633 / Rosen Tantau / D

Dornburger Schlossrose

Teehybride / Rosen Tantau / Beet-Nr. 192

Goldmedaille 2021

Der Duft der Liebe

Duftrosen – Ein Spaziergang für die Sinne

Wer die Gönneranlage im Sommer besucht, taucht ein in ein wahres Duftparadies. Tausende Rosen verströmen ihren betörenden, oft überraschend vielschichtigen Duft – mal süß und schwer, mal frisch und zitronig, mal würzig und sinnlich. Unsere Duftrosen gehören zu den heimlichen Stars des Gartens. Sie laden dazu ein, den Alltag loszulassen, tief durchzuatmen und den Moment zu genießen.

💡 Duft-Tipp für Euren Besuch: Die Duftintensität ist morgens und in den frühen Abendstunden besonders gut wahrnehmbar - ideal für einen ruhigen Spaziergang durch die Anlage.

Ein Geschenk, das bis heute blüht.

Die Historie der Gönneranlage

Die 1909 angelegte, 1,6 Hektar große Gönneranlage ist einer der schönsten historischen Gärten Baden-Badens und ein Gartenkunstwerk von europäischer Bedeutung.

Der Heckengarten mit Architekturelementen ist nach dem Baden-Badener Oberbürgermeister Albert Gönner benannt. Gestaltet hat ihn der in Lörrach geborene Architekt, Gartenkünstler und Keramiker Max Laeuger (1864-1952), dem man in Baden-Baden auch die Wasserkunst Paradies am Hang des Annabergs verdankt. Sein erster Entwurf für die Gönneranlage (1907) stieß auf den Widerstand der Anrainer und wurde nicht realisiert. Die Planung von 1908 rückte den von dem Münchner Bildhauer Joseph Flossmann geschaffenen, monumentalen Josefinenbrunnen in den Mittelpunkt. Der Brunnen wird von zwei steinernen Gestalten flankiert, die die Badekur und die Trinkkur personifizieren. Benannt ist der Brunnen nach Josefine Sielcken, der Frau des Kaffee-Großhändlers Hermann Sielcken, der die Brunnenanlage der Stadt gestiftet hatte. Auch die Brücke über die Oos trägt ihren Namen. Der Jugendstil-Zeitgenosse Laeuger ließ sich bei der seinerzeit außergewöhnlichen formalen Gestaltung der Gönneranlage von der strengen Ordnung französischer Barockgärten inspirieren. Während Architekturzeitschriften der Vorweltkriegszeit Laeugers ”Stilkunst” in hohen Tönen rühmten, befanden viele Baden-Badener, dass die Geometrie der Gönneranlage befremdlich zu dem geschwungen und offenen Wesen der angrenzenden Lichtentaler Allee kontrastiere.

Als 1950 der fast vergessene Kur- und Erholungsort Baden-Baden zu neuem Leben erwachte, lagen Pläne auf dem Tisch, die Gönneranlage in einen ”ganz normalen” Park mit geschwungenen Wegen zu verwandeln. Es ist das Verdienst des Gartendirektors Walter Rieger (1906-82), den neobarocken Heckengarten gerettet zu haben: Er verwandelte ihn in einen Rosengarten. 1952 fand in der Gönneranlage der erste Baden-Badener Rosenneuheitenwettbewerb statt. Seit der damaligen Zeit räumt Baden-Baden der Rose im Ablauf des Gartenjahres einen Ehrenplatz ein. Als Rosenstadt hat Baden-Baden einen internationalen Ruf und pflegt die Verbindung mit anderen Orten in Europa und Übersee, die Rosenneuheitenwettbewerbe veranstalten. Ab 1952 erfolgte die Wertung der Rosenneuzüchtungen in einem Gärtnereigelände auf dem Beutig. Seit 1981 findet der Rosenneuheitenwettbewerb im eigens dafür angelegten Rosenneuheitengarten auf dem Beutig statt.

Insgesamt bietet die Gönneranlage in der Zeit der Rosenblüte etwa 11.000 Rosenexemplare. 

Einweihung der Gönneranlage am 11. Oktober 1909

Einweihung der Gönneranlage am 11. Oktober 1909

Blick auf die Gönneranlage vom Hotel Bellevue, um 1912

Blick auf die Gönneranlage vom Hotel Bellevue, um 1912

Besuch der neu eröffneten Rosenschau durch Bundeskanzler Adenauer am 13. Juli 1952,
von links: Oberbürgermeister Ernst Schlapper, Bundeskanzler Konrad Adenauer, Rosenzüchter Mathias Tantau Jr., Gartendirktor Walter Rieger

Besuch der neu eröffneten Rosenschau durch Bundeskanzler Adenauer am 13. Juli 1952,

von links: Oberbürgermeister Ernst Schlapper, Bundeskanzler Konrad Adenauer, Rosenzüchter Mathias Tantau Jr., Gartendirektor Walter Rieger