08. April 2026

Baden-Baden verzeichnet steigende Übernachtungszahlen

Der Tourismus in Baden-Baden hat im Jahr 2025 zugelegt und weist erfreuliche Wachstumszahlen auf: Die Übernachtungen sind gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent auf 951.246 gestiegen. Die Anzahl der Gästeankünfte erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 422.424.

Getragen wurde diese positive Entwicklung von starken Zuwächsen bei Gästen aus dem Inland. 281.792 Gäste aus Deutschland haben 668.705 Nächte an der Oos verbracht – dies entspricht einer Steigerung von drei Prozent (Übernachtungen) und 6,9 Prozent (Gästeankünfte). Bei den internationalen Gästen zeigt sich dagegen ein Rückgang: Hier lagen die Übernachtungen um 4,6 Prozent und die Ankünfte um 7,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag wie im Vorjahr bei 2,3 Tagen. Dies geht aus Zahlen des Statistischen Landesamts sowie ergänzenden Erhebungen der Stadt Baden-Baden zu Unterkünften unter 10 Zimmern hervor.

„Wir sind angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen mit der Gäste-Entwicklung sehr zufrieden. Baden-Baden behauptet sich weiterhin als attraktive Destination insbesondere für Kurzurlaube“, erklärt Nora Waggershauser, Geschäftsführerin der Baden-Baden Tourismus GmbH (BBT): „Die Kombination von beeindruckendem Kunst- und Kulturangebot, vielfältigen Veranstaltungen sowie Naturerlebnis, Entspannung und Wellness machen Baden-Baden zu einem gefragten Reiseziel. Das Gesamtpaket stimmt.“

Traditionell haben die Sommermonate und das Jahresende die meisten Gäste angezogen. Die stärksten Monate waren der August mit 94.324, der Juli mit 91.646 und der Oktober mit 89.507 Übernachtungen. Auch im Dezember sind viele Gäste an die Oos gereist: 88.059 Übernachtungen registrierten die Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in Baden-Baden und dem Rebland. „Hier zeigt sich die hohe Bedeutung und Attraktivität des Christkindelsmarkts“, so Waggershauser.

Der Tagungs- und Kongressbereich hat 2025 ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum touristischen Erfolg beigetragen. Waggershauser: „2025 war ein starkes Kongressjahr.“ Neben zahlreichen Tagungen fanden 27 größere Kongresse an der Oos statt – allein zehn aus dem Bereich „Medizin und Gesundheit“. Die meisten Gäste generierte der Rückversicherer-Kongress mit 3.480 Teilnehmenden – ein neuer Rekord. „Kongresse und Tagungen sind wichtige Frequenzbringer. Deshalb freuen wir uns sehr, dass im zweiten Halbjahr 2025 mit dem Europäischen Hof und dem Brenners Park-Hotel & Spa zwei bedeutende Luxushotels nach umfangreichen Umbauarbeiten wieder geöffnet haben. Ausreichend Zimmerkontingente im gehobenen und Luxussegment sind für bedeutende Großveranstaltungen unverzichtbar“, betont Waggershauser.

Die Wiedereröffnung der beiden Fünf-Sterne-Häuser werde im laufenden Jahr und vor allem ab 2027 deutliche Impulse für den Baden-Badener Tourismus geben. „Für hochwertige Individualreisen sowie für Reiseveranstalter sind diese Kapazitäten im Luxussegment von großer Bedeutung. Viele Anfragen können nun wieder gezielt auf Baden-Baden ausgerichtet werden“, so die Tourismus-Chefin. Der Badische Hof soll nach derzeitiger Planung im Sommer eröffnen, während im Hotel am Sophienpark seit Anfang Januar 2025 saniert wird und dort 75 Zimmer vorübergehend nicht zur Verfügung stehen.

Bei den Auslandsmärkten zeigt sich nach den Auswertungen des Statistischen Landesamts für die ersten acht Monate des Jahres 2025: Frankreich, die Schweiz und die Niederlande sind unverändert die wichtigsten Auslandsmärkte für Baden-Baden. Auf Platz vier folgen die USA. Weiter zurückgegangen ist die Zahl der Übernachtungen aus den Arabischen Golfstaaten. Deutlich zugelegt haben dagegen Spanien und Österreich. „Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat aufgrund von Personalengpässen das Gesamtjahr 2025 in Bezug auf die einzelnen Länder noch nicht vollständig ausgewertet. Daher können wir noch keine abschließende Bewertung der Auslandsmärkte vornehmen“, betont Waggershauser.

Fakt ist für die Baden-Badener Tourismus-Chefin: „Der internationale Tourismus ist immer mehr von erheblichen geopolitischen Unsicherheiten geprägt. Der Krieg im Iran und die damit verbundenen Störungen im Luftverkehr und steigenden Reisekosten werden den globalen Tourismus spürbar belasten.“ Für Baden-Baden könne dies nach Einschätzung der BBT Vor- und Nachteile bringen: Während die Stadt davon profitieren könne, dass deutsche und europäische Gäste verstärkt nahegelegene Ziele wählen, könne gleichzeitig ein Teil der internationalen Nachfrage aus weiter entfernten Märkten ausbleiben.

„Mit rund 30 Prozent Anteil an ausländischen Gästen ist der Tourismus bei uns im Vergleich zu anderen Städten zwar stärker international geprägt. Gleichzeitig bewahrt uns der zuletzt weiter steigende große Anteil an deutschen Urlaubern vor einer zu großen Abhängigkeit von ausländischen Märkten und intakten Reiserouten. Wir sind resilient aufgestellt“, betont Waggershauser. Sie stellt heraus: „Wir beobachten die internationalen Entwicklungen sehr aufmerksam. Noch ist offen, wie sich die geopolitische Lage im weiteren Jahresverlauf tatsächlich auf das Reiseverhalten auswirkt.

Klar ist aber: Baden-Baden ist mit seiner starken Position im deutschen und europäischen Markt, seiner hohen Veranstaltungsdichte und seiner besonderen Qualität als Reiseziel gut aufgestellt. Unser Ziel bleibt es, diese Stärken weiter auszubauen und zusätzliche Potenziale im Inland und im europäischen Ausland gezielt zu nutzen.“

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Kommunikations-Team der BBT

Baden-Baden Tourismus GmbH

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